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25 neue Schiris im Westsaarkreis!

"Rekordlehrgang" bringt etliche neue Schiedsrichter für den Westsaar-Kreis - 25 Anwärter legten in Bachem erfolgreich die Prüfung ab

Rimlingen/Roden. Gleich 25 neue Jung-Schiedsrichter haben vergangene Woche in Bachem erfolgreich die Prüfung abgelegt. Gleich 15 davon werden künftig Spiele der Gruppe Merzig leiten. Die weiteren Absolventen verteilen sich in die Gruppen Dillingen (2), Beckingen (1), Saarlouis (3), Saar-Mosel (2), Wadgassen und Wadern (je 1). „Alle haben bestanden, wobei nur einer ins Mündliche musste“, freut sich Kreis-Obmann Heiner Müller über den Rekordlehrgang, der die Prüfung im Beisein von Verbands-Lehrwart Gerhard Theobald ablegte.

Aufgrund der hohen Teilnehmer-Zahl wurde der Lehrgang anfangs auf eine Gruppe in Rimlingen unter der Leitung von Kreis-Lehrwart Gerhard Bednorz und eine in Roden unter der Leitung von Lehrstabs-Mitglied Reiner Klein aufgeteilt.

So gilt der Dank von KSO Müller den beiden Ausbildern Bednorz und Klein, die aufgrund des überwiegend jugendlichen Alters der Anwärter auch einigen Stress zu bewältigen hatten. „Allerdings“, so Bednorz, „hat es auch einen riesigen Spaß gemacht“. Großen Dank hatte Heiner Müller aber für die Herren Robert Rein und Jörg Brandt übrig: „Sie haben sich als Vereinsvertreter (FC Brotdorf, SF Bachem-Rimlingen und JFG Saarschleife) bei der Organisation sehr gut eingebracht und auch selbst erfolgreich die Prüfung abgelegt. Dies sollten sich andere Vereine als Vorbild nehmen.“ Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele der jungen Schiedsrichter möglichst lange an der Pfeife bleiben und den Spagat zwischen selbst spielen und pfeifen meistern.

Die neuen Schiedsrichter des Westsaar-Kreises im Überblick:

Gruppe Beckingen: Oliver Huckert (44 Jahre, SSV Saarlouis).

Gruppe Dillingen: Etienne Herrmann (14 Jahre, SSV Pachten), Fabio Mahler (16 Jahre, SC Reisbach).

Gruppe Merzig: Lukas Birk (14 Jahre, SV Wahlen), Rouven Friedrich (15 Jahre, SV Losheim), Fabian Becker (14 Jahre, SV Losheim), Jan-Nico Guth (15 Jahre, SF Bachem-Rimlingen), Peter Müller (14 Jahre, SF Bachem-Rimlingen), Maximilian Müller (15 Jahre, SF Bachem-Rimlingen), Robert Rein (50 Jahre, SF Bachem-Rimlingen), Fabian Schuhmacher, (14 Jahre, SF Bachem-Rimlingen), Jörg Brandt (43 Jahre, FC Brotdorf), Christian Brandt (14 Jahre, FC Brotdorf), Julian Brandt (14 Jahre, FC Brotdorf), Phil Bies (15 Jahre, FC Brotdorf), Tobias Büdinger (15 Jahre, FC Brotdorf), Mohammed Kassim (14 Jahre, FC Brotdorf), Felix Wenzel (14 Jahre, FC Brotdorf).

Gruppe Saarlouis: Farhad Darhut (15 Jahre, SC Roden), Marc Port (17 Jahre, FV Schwalbach), Adnan Yesilmen (31 Jahre, SV Fraulautern).

Gruppe Saar-Mosel: Marcel Gelz (14 Jahre, SV Schwemlingen-Ballern), Jonas Kiefer (19 Jahre, FSV Hilbringen).

Gruppe Wadgassen: Timo Burgard (20 Jahre, SSV Überherrn). Gruppe Wadern: Leon Mergel (14 Jahre, SV Noswendel).


Hier ein paar Infos:

Mindestalter: Die Schiedsrichter-Ordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) empfiehlt ein Midestalter von 12 Jahren. In einzelnen Landesverbänden wird hiervon abgewichen. Im Saarland wurde das Mindestalter bei 14 Jahren angesetzt.

Weitere Voraussetzungen: Die Schiedsrichter-Bewerber müssen Mitglied in einem Fußballverein sein, Interesse am Fußball haben und die Einsatzbereitschaft mitbringen, jährlich mindestens 20 Spielleitungen zu übernehmen und an Weiterbildungsveranstaltungen an acht bis zwölf Tagen pro Jahr teilzunehmen.

Ausbildung: Je nach Landesverband ca. 20 Unterrichtsstunden im Zeitraum von drei bis zwölf Ausbildungstagen innerhalb von einer Woche bis sechs Wochen. Dabei Einführung in die Grundzüge der Fußballregeln. Manchmal werden auch extra Lehrgänge für Berufstätige am Wochenende angeboten.

Prüfung: Schriftliche (Beantwortung von Regelfragen) und auch körperliche Prüfung (zum Beispiel 1300-Meter-Lauf in sechs Minuten).

Einsätze: Nach Prüfung, je nach Alter im Junioren- und auch schon im Senioren-Bereich, beginnend in den Basisklassen. Hierbei erfolgt in der Anfangsphase möglichst Betreuung durch erfahrene Kollegen ("Paten").

Aufstieg: Bei Eignung können gegebenenfalls auf Kreis- und Bezirksebene zwei Klassen in einem Jahr übersprungen werden. Ab den Spielklassen der Landesverbände benötigt jeder Kandidat pro Spielklasse grundsätzlich ein Jahr. Bis in die Bundesliga sollen mindestens sechs bis acht Jahre veranschlagt werden. Die Eignung für die höhere Spielklasse wird durch Schiedsrichter-Beobachter festgestellt.

Finanzen: Die Sportkleidung wird normalerweise vom Verein gestellt. Die Fahrtkosten zu den Spielleitungen werden ersetzt, daneben gibt es abhängig von der Spielklasse Aufwandsentschädigungen zwischen fünf € (Schülerspiele), 300 € (Regionalliga), 750 € (3. Liga), 2000 € (2. Bundesliga) und 3800 € (Bundesliga).


Kreishauptversammlung der Schiedsrichter Westsaar

  

Weitere drei Jahre im Amt: Kreisschiedsrichter-Obmann Westsaar, Heiner Müller (links), und Kreis-Lehrwart Gerhard Bednorz. Foto: Björn Becker

 

Der neue Kreisschiedsrichter-Ausschuss Westsaar 2011-2014: Paul Spelz (Obmann Gruppe Beckingen, von links), Werner Maaß (Wadgassen), Ehren-KSO Martin Labitzke, KSL Gerhard Bednorz, KSO Heiner Müller, Günter Decker (Saarlouis), Werner Kremer (Saar-Mosel), Reiner Engels (Merzig), Alfons Fries (Wadern) und Wilhelm Kasper (Dillingen). Foto: Björn Becker

Heiner Müller (KSO) und Gerhard Bednorz (KSL) bleiben in ihren Ämtern.

Elm. „Im Westen nichts Neues“ – so lautete die Devise bei der Hauptversammlung der Fußball-Schiedsrichter, die in der Kultur- und Sporthalle Elm stattfand. Dort bestätigten die Delegierten aus den sieben Gruppen des Westsaarkreises den Kreis-Schiedsrichter-Obmann Heiner Müller und Kreis-Lehrwart Gerhard Bednorz für weitere drei Jahre in ihren Ämtern. Müller hatte sein Amt vor drei Jahren von Ehren-KSO Martin Labitzke übernommen.

„Wir haben im Westsaarkreis für den Schiedsrichter-Bereich mit den gleichen Problemen wie die meisten anderen Kreise im Saarland zu kämpfen. Die Anzahl der aktiven Schiedsrichter wird leider kleiner“, bemerkte KSO Müller in seinem Tätigkeitsbericht. 2008 waren noch 398 Kameraden als Schiedsrichter im Kreis Westsaar aktiv, heute sind es noch 315. Müller: „Die Zahl der Anwärter sinkt, viele Neulinge kommen mit den Anforderungen in der Praxis nicht zurecht.“ So seien weitere Anstrengungen auf Ebene der Schiedsrichter, aber auch in den Vereinen gefordert, um weiteren Nachwuchs zu gewinnen. Kritisch beäugte Müller die Spielklassenreform und technische Veränderungen wie die Einführung des elektronischen Spielberichtsbogens: „Eigentlich ist das eine gute Sache, aber die Schiedsrichter müssen sie auch nutzen können.“ Mit seinem Amt sei Müller zufrieden: Vor drei Jahren habe er unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen an seine neue Aufgabe gehabt, nun müsse er als Fazit ziehen, dass es mehr Arbeit als erwartet gewesen sei, aber viel Spaß und Freude, allerdings auch Ärger und Unmut gebracht habe. Dennoch zog er ein positives Fazit. Auch Kreis-Lehrwart Gerhard Bednorz zeigte sich mit den drei Jahren zufrieden. Er appellierte an die anwesenden Mitglieder des Verbands-Vorstandes, in einem speziellen Bereich Mut zu einer Regeländerung aufzubringen: „Nach der erfolgreichen Einführung von Futsal im Jugendbereich, sollte auch die Courage zu einer Einführung im Aktiven-Masters-Bereich da sein.“

 

Verbands-Obmann Heribert Ohlmann hatte in seinem Grußwort zuvor die Negativ-Entwicklung und den Rückgang der Schiedsrichter-Anzahl bestätigt. Zudem bedauerte er, dass durch die Vorkommnisse im Rahmen eines Lehrgangs an der Sportschule, über den die zuständigen Gerichte jetzt abschließend geurteilt haben, die Möglichkeit vertan wurde einen Schiedsrichter aus dem Saarland und dem Westsaarkreis in der 2. Bundesliga zu etablieren. Außerdem verabschiedete Ohlmann Klaus Kautenburger, der nach 22 Jahren als Obmann der Gruppe Merzig nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung gestanden hatte: „Mit Klaus verlieren wir nicht nur einen Mitarbeiter, sondern einen Freund sowie einen Obmann mit großem Sachverstand.“

 

Elms Ortsvorsteherin Christel Albert grüßte als Gastgeberin in die Runde: „Ich habe Hochachtung vor Ihnen als Schiedsrichtern. Sie haben ein schweres Amt, müssen immer die Ruhe bewahren und in Sekundenschnelle entscheiden, und die Zuschauer wissen auch immer alles besser.“

 

Kreis-Lehrwart Gerhard Bednorz wurde in Elm einstimmig in seinem Amt bestätigt. KSO Heiner Müller fehlten lediglich die Stimmen der Delegierten aus der Gruppe Merzig, die ihre Verweigerung zuvor mit einer Kritik am Führungsstil Müllers begründet hatten.