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Saarbrücker Zeitung (Ausg. Merzig 02.09.17)

Wadrill will im Hochwald-Derby die Wende 

 

Fußball-Landesligist FC Wadrill hofft nach einem Fehlstart am Sonntag im Duell mit dem Nachbarn SV Bardenbach auf den ersten Saisonsieg.

 

 

Wadrill: „Es war ein sehr unglücklicher Saisonstart“, bestätigt Spielertrainer Luca Greco das, was die Ausbeute von Fußball-Landesligist FC Wadrill bereits ausdrückt. Seine Elf wartet nach vier Spielen noch auf den ersten Sieg, durch die jüngste 1:3-Schlappe beim SV Hülzweiler fiel Wadrill mit nur zwei Zählern auf den drittletzten Platz zurück. „Hülzweiler war das erste Spiel, das wir verdient verloren haben“, hadert Greco, der im dritten Jahr mit Thomas Warken als Spielertrainerduo beim FCW tätig ist. Zuvor war Wadrill mit einem 0:3 bei Aufsteiger SV Friedrichweiler in die Runde gestartet, obwohl die Gäste bis zum 0:1 durch ein Standardgegentor 15 Minuten vor Schluss die besseren Chancen besessen hatten. Danach führte Wadrill im Heimdebüt gegen die FSG Schmelz-Limbach bis zehn Minuten vor Ultimo mit 3:1, hätte auf 4:1 erhöhen können, ehe das nächste Standard-Gegentor das bittere Ende einleitete – 3:3 in letzter Minute, noch dazu in Überzahl nach Platzverweis für den Gegner. Das folgende 3:3 beim SV Losheim war für Greco wegen des zweimaligen Rückstands ein „gefühlter Sieg“, der erste richtige Erfolg fehlt aber noch. Doch vielleicht kommt ja das Hochwald-Derby an diesem Sonntag um 15 Uhr gegen den SV Bardenbach genau zur rechten Zeit, um das zu ändern? „Dass der Knoten endlich platzt“, wie Greco sagt. Der 25-Jährige traf in Losheim zwar doppelt, wegen einer Verletzung aus dem letzten Test vor der Saison kann er aber nicht so helfen, wie er gerne möchte: „Eine Prellung im rechten Fuß macht mir weiterhin zu schaffen. Ich spiele mit Schmerzen“, verrät Luca Greco. Vielen Kollegen geht es nicht besser: Kapitän Christoph Moliter ist wegen einer Zerrung für Bardenbach fraglich, die Zwillinge Yannic und Robby Brücker haben Trainingsrückstand, auch andere sind angeschlagen. „Die Vorzeichen sind nicht gut“, meint Greco, „aber wir spielen zu Hause und haben da zuletzt gegen Bardenbach gewonnen (das Lokal-Derby im vergangenen Oktober endete 3:2, Anm. d. Red.). Ich hoffe, dass jeder am Sonntag seine Wehwehchen ausblendet und sich voll für die Mannschaft reinhängt.“ Seine eigene Devise lautet: „Fuß- bandage, Schmerztablette – und auf die Zähne beißen.“ Für Kopfschmerzen sorgte beim Gegner der letzte Heimauftritt: Gleich mit 3:9 ging Bardenbach gegen Friedrichweiler baden. „Da gibt es nichts schönzureden. Das war das krasse Gegenteil von dem, was wir eigentlich können“, sagt Spielertrainer Manuel Henn. Der 34-Jährige hat mit Marc Dillenburger, der den Part an der Linie übernimmt, die Nachfolge von Luca Lanfranco (zu Schmelz-Limbach) angetreten. Bis zum jüngsten Heimdebakel war der Start ordentlich verlaufen: Erst hatte Bardenbach mit dem souveränen 3:0 beim Vorjahresdritten SV Weiskirchen Konfeld aufhorchen lassen, nach dem 0:1 gegen Körprich-Bilsdorf gewann der SVB auch sein zweites Gastspiel in Hüttersdorf mit 1:0. Dass nun der dritte Dreier in der Fremde folgt, kann Henn, der beruflich Versicherungen an den Mann bringt, zwar nicht garantieren, wohl aber ein anderes Auftreten: „Derby hin oder her, nach dieser desolaten Leistung muss eine Reaktion her. Die hat das Team im Training bereits gezeigt und wird sie auch im Spiel zeigen“, sagt Henn. Auf der einen Seite das Streben nach dem ersten Sieg, auf der anderen der Wille zur Wiedergutmachung – das Derby zwischen Wadrill und Bardenbach dürfte eine spannende Angelegenheit werden.